
My Fair Lady
Musical von Frederick Loewe
Die von Ovid überlieferte Sage vom zypriotischen König Pygmalion, der auch Bildhauer war und dessen Statue einer Traumfrau lebendig wurde, ist über Jahrtausende hinweg immer wieder ein Thema literarischer Werke geblieben. Die Musical-Version erweist sich wie ihre Vorlage – George Bernard Shaws Theaterstück „Pygmalion“ – als eine Gesellschaftskomödie voller Ironie und Hintersinn. Sprachprofessor Henry Higgins, ein besessener Gelehrter und eingefleischter Junggeselle, ist zu einem Experiment entschlossen: Durch Zufall auf das Blumenmädchen Eliza aufmerksam geworden, das für ihn nur eine Göre mit ordinärer Ausdrucksweise ist, will er beweisen, dass korrekte Sprache und Manieren anerzogen werden können. Eliza wird zu einer vornehmen jungen Dame, und Higgins erkennt, dass sie mehr für ihn geworden ist als nur ein sprecherzieherischer Versuch.
„My Fair Lady“ gilt seit seiner Uraufführung im März 1956 in New York als das klassische Musical schlechthin. Mit über 2.700 Vorstellungen am Broadway und Aufführungen in aller Welt – deutsche Erstaufführung 1961 in Berlin – gehört es immer noch mit seinen Evergreens wie „Mit ‘nem kleenen Stückchen Glück“, „Es grünt so grün“, und „Ich hätt‘ getanzt heut‘ nacht“ zu den populärsten Beispielen seiner Gattung.